Samstag, 23. Oktober 2010

Singapur - Angst und Furcht im Zoo



Viel beworben und berühmt ist der Nachtzoo von Singapur. Dieses Erlebnis wollten wir uns nicht entgehen lassen. Da der Zoo etwas außerhalb liegt beschlossen wir bereits am Nachmittag den Singapur Zoo zu besuchen und am Abend dann gleich den daneben liegenden Nachtzoo zu kombinieren. Das Schicksal meinte es aber nicht sonderlich gut mit uns. Just an diesem Tag gab es eine Halloween Veranstaltung statt einer stillen Nachtsafari. Deshalb besuchten wir dann nur den Zoo.

Ein wunderbares Freigehege für die Tiger.

Der Tiger stellte dann auch gleich seine Männlichkeit unter Beweis.





Der Jaguar an diesem Tag weit weniger agil und enspannt nach seiner Mahlzeit wohlig.

Dieser kleine Gecko schaut für den Bruchteil einer Sekunde neugierig in unsere Kamera...

diese schöne Echse possierte extra für uns. Ab und zu hat sie uns sogar zugezwinkert.


Dann ging es aber mit einem heftigen Regenguss los. Wir hatten gerade noch Zeit uns gegenüber dem Affengehe unter eine kleine Strohhütte zu flüchten. Der Regen prasselte so heftig nieder und sassen dort alleine fest. Die grellen Blitze kamen immer näher und näher und der Donner wurde unerträglich laut. 

Rund um uns war ein See und wir sassen mitten im Regenwald und die Blitze zischten links und rechts an uns vorbei ins Wasser. Das folgende Donnergrollen war so laut, dass wir wiederholt dachten, dass unser Trommelfell gleich platzen würde. Über eine Stunde stand das Gewitter über dem Zoo und es goss wie aus Eimern so dass unser Unterschlupf immer durchlässiger wurde.
Das hat uns dann auch bewogen unser Regenpellerin überzuziehen und weiter zu maschieren. Kleidsam und besonders dicht war dieser Überzug zwar nicht gerade.

Sehr gelacht haben wir dann, wie wir nach wenigen Schritten auf das Schild gestossen sind "The Rainforest fights back"


Nun unterwegs gab es dann auch grüne und orange Männchen zum bestaunen.

Die verängstigten Geparde hatten die Wärter ins Katzenhaus gesperrt. Die Affen, Zebras und Giraffen haben uns gezeigt, wie cool sie wirklich sind. Ehrlich gesagt Werner und ich, wir haben uns beide richtig gefürchtet. Nur im Nachhinein gesehen, war dieses Gewitter ein wahnsinnig starkes Schauspiel und hat uns sehr beeindruckt!


Freitag, 22. Oktober 2010

Singapur - Stadtrundgang und Shopping



 Da wir ja nun endlich ein Multiple Entry Visa hatten, stand unseren Wochenendausflug Ende Oktober nichts mehr im Weg. Unser Trip nach Singapur startete mit einer schlaflosen Nacht, den unser Abflug war um  Mitternacht und durch die Zeitverschiebung waren wir dann nach einem drei stündigen Flug bereits um 6 Uhr früh in Singapur. Um diese Uhrzeit ist auf dem Changi Airport kaum was los und so wurden wir zügig abgefertigt und konnten mit der blitzsauberen Metro Richtung Stadtzentrum losdüsen.

Schnell wurde uns klar, Singapur ist nicht nur sauber sondern auch geschäftig und ordentlich und Menschen fleißig. Unverkennbar auch, dass die Chinesen auch hier Ihren Stil und Lebensweise miteingebracht haben.






Endlich gegen Mittag konnten wir dann hundemüde ins Hotel einchecken. Endlich raus aus den durchschwitzten Klamotten und unter die Dusche. Vom 23. Stock gab es einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Ausblick aus unserem Hotel Grand Copthorne Waterfront 


Nach einer kurzen Erholungsphase zogen wir los an die Orchard Road, Singapurs Haupteinkaufsmeile. Jede Menge Shops für Elektronik und Nobeldesignermarken prägen diese Straße. Das Shoppingparadies zieht auch jährlich viele Touristen an. Wirkliche Schnäppchen sind seltener geworden, aber die Boutiquen und die Architektur machen schon was her. Nicht nur die Touristen sondern auch die Einheimischen scheinen hier regelmäßig in einen Kaufrausch zu fallen.



Am Abend erwacht Singapur und wir bestaunten die bunte Lichterparade in Little India wo die Gerüche nach Gewürzen und die bunten Farben um die Aufmerksamkeit wetteiferten und natürlich waren auch wieder jede Menge Menschen unterwegs.





Auch an der Uferpromenade waren die Straßen und Häuser bunt beleuchtet. Mangel an Energie scheint es hier nicht zu geben und gerade am Abend geht es Singapur erst so richtig los. Wer glaubt, dass es dann aber kühler wird hat sich getäuscht. Das Multikulti prägt die Stadt und Ihre Bewohner. Die Freizeitbekleidung ist hier auch viel lockerer und die Mädels gehen in Hotpants und Miniröckchen in den Ausgang. Sri Lanka ist da wesentlich zugeknöpfter.



Die Vorfreude auf das gute Essen steht Werner buchstäblich ins Gesicht geschrieben, dazu gab es ein paar kühle Bier, die uns dann aber ein kleines Vermögen gekostet haben!


Am Sonntag Morgen ging es dann nochmals los bei brütender Hitze Richtung Marina Bay. Der Singapur Flyer ist eine Touristenattraktion, leider hatten wir keine Zeit eine Runde zu drehen.









... und nein, das ist keine Sinnestäuschung, ein Hotel wohl für jene die nicht Seetüchtig sind.

Im Vordergrund ist übrigens das Stadion, wo gerade "Run Singapore" stattgefunden hat. Die armen Läufer haben definitiv noch mehr geschwitzt als wir.

Eine Abkühlung wäre so schön gewesen!


Sonntag, 17. Oktober 2010

Golf im Royal Colombo Golf Club

Am Sonntag hatten wir unsere erste Golflektion im "Royal Golf Club" von Colombo. Angeblich ist dieser Club einer der exquisitesten Golfadressen auf der Welt. Gegründet im Jahr 1879!!!

Wir sind dort weil es nur ein Katzensprung von unserem Appartment entfernt ist.

Royal Golf Club mit Royal Park im Hintergrund
Unser Golflehrer, Chehan ist ein ganz Netter und hat uns gleich einmal gewarnt, dass Golf nicht so einfach ist, wie es im Fernsehen bei den Profis ausschaut.
Das Clubhaus ist für Nicht Mitglieder natürlich "out of bounds"

Und genau so war es dann auch. Diesen kleinen Ball mit dem Schläger zu treffen und dabei auch noch eine richtige Bewegung abzuliefern ist wirklich nicht einfach.

Wir haben uns dann aber wirklich sehr bemüht und sogar Lob vom Golfpro bekommen.
Arm durchstrecken - Blick auf den Ball!!
Wir hatten jeweils eine halbe Stunde Lektion und waren dann (bei 30° auch nicht verwunderlich) total verschwitzt und ausgepowered.

Hier ein paar unserer Versuche den Ball richtig zu treffen:








Alles in allem hat es richtig Spaß gemacht, wir haben uns sehr angestrengt und reichlich geschwitzt. (es hat immer so um die 30°)

Wir planen nun mindestens einmal wöchentlich auf die Driving Range zu gehen und wenigstens alle 14 Tage einmal eine Lektion zu nehmen. Vielleicht gelingt es uns so das tolle Golfspiel doch noch zu erlernen.









Hier noch ein paar Bilder vom Golfplatz:

Driving Range

Der Waran ist auch Mitglied

Samstag, 16. Oktober 2010

Poyry - Dam Safety Office - Colombo

Unser Projektoffice liegt mitten in Colombo in der Jawatta Road. Es ist auf dem selben Areal auf dem sich auch zwei unserer Vertragspartner, das "Irrigation Department" und die "Mahaweli Authority" befinden.

Im Office sind derzeit insgesamt 15 Personen beschäftigt:

Unser Teamleiter ist John Lockwood ein Engländer
John

Als Unterstützung stehen ihm (und uns) Indira und Chanika zur Verfügung, die sich um den Innendienst (Indira) und um den Tee (Chanika) kümmern.
Matthew, aus Kerala in Indien steht uns Technikern als Zeichner zur Verfügung.

Indira
Chanika
unser Draftsman - Matthew

Das Team Civil Engineering wir von Andreas einem Schweizer aus dem Kanton Bern geleitet und besteht aus ihm,  Martina, aus Deutschland und zwei jungen Sri Lanker Ingenieuren, die uns vom Kunden zur Verfügung gestellt wurden und die eigentlich zur Gratisausbildung bei uns sind.
Andreas ist auch Stellvertreter von John und ein Erddamm Spezialist, während Martinas Fachgebiet mehr die Staumauern aus Beton betreffen.
Andreas
Martina (derzeit auf Urlaub)
In meinem Team, dem mechanisch elektrischen Teil des Projektes habe ich Unterstützung durch zwei altgediente und erfahrene Ingenieure aus Sri Lanka, Nevill und Weerasena. Beide haben langjährige erfahrung im Kraftwerksbau und waren teilweise schon als Konstrukteur oder Projektleiter beim Bau der jetzt zu bearbeitenden Dämme dabei.

Ich - und meine beiden Oldies...

Weerasenaund........

Nevil
Die dritte Abteilung in unserem Büro sind die Leute der "Site Supervision" die die Bauausführung überwachen und den Kontakt zu den Baufirmen und den Betreibern der einzelnen Anlagen halten. Ab ende der Phse 1 des Projekts im nächsten Sommer, wechsle ich dann für die nächsten beiden Jahre in dieses Team.
Derzeit besteht es aus Talagalla, dem Sri Lankischen Teamleiter und seinen beiden Mitarbeitern, ebenfalls aus Sri Lanka. Ausserdem gehört noch Stefan (ein Bayer) zu diesem Team.
Talagalla und seine beiden Mitarbeiter













Stefan, der mit mir in den nächsten Jahren die Site Supervision durchführen wird